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Winter-Solaroptimierung in Bayern: Warum sich Photovoltaik im Winter für Bauprojekte, ESG-Sanierungen und die Bauwirtschaft im Raum München trotzdem rechnet


Winter-Solaroptimierung: Lohnt sich PV auch bei wenig Sonne?

Photovoltaik im Winter wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: kurze Tage, niedriger Sonnenstand, häufiger Nebel und Schnee auf den Modulen. Für Betreiber von Gewerbeimmobilien, Luxusobjekten und größeren Liegenschaften im Raum München stellt sich daher die Frage, ob sich eine Photovoltaikanlage in den Wintermonaten überhaupt lohnt und wie sich der Ertrag optimieren lässt. Gleichzeitig steigen Strompreise, Anforderungen an ESG-Reporting und Erwartungen von Mietern und Nutzern. Winter-Solaroptimierung wird damit zu einem strategischen Thema – gerade für anspruchsvolle Sanierungs- und Modernisierungsprojekte.

Warum das Thema jetzt wichtig ist

Unternehmen und Immobilieninvestoren stehen unter wachsendem Druck, Energiekosten zu senken und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Photovoltaik ist dabei ein zentrales Instrument, doch die Planung orientiert sich oft an idealisierten Jahreserträgen. Kritisch ist jedoch die Versorgung in den Wintermonaten, wenn Heizsysteme, Lüftung und Beleuchtung mehr Energie benötigen und zugleich der PV-Ertrag niedriger ist. Für die Region München mit typischen Winterbedingungen – kurze Tage, häufiger Nebel, gelegentlich Schnee – ist eine fundierte Betrachtung besonders relevant.

Für größere Bestandsgebäude, Unternehmenszentralen oder hochwertige Wohnobjekte ist die PV-Anlage heute selten ein isoliertes Projekt. Sie wird meist in ein umfassenderes Sanierungskonzept eingebettet: Dämmstandard, Heiz- und Kühlsysteme, Elektromobilität, Gebäudeautomation und gegebenenfalls Speicherlösungen beeinflussen sich gegenseitig. Ob sich die Investition rechnet, entscheidet sich nicht nur an der Sommerleistung, sondern an der ganzjährigen Systembilanz. Winter-Solaroptimierung bedeutet daher, die PV-Anlage so auszulegen und in die Gebäudetechnik einzubinden, dass auch in den energieintensiven Monaten ein sinnvoller Beitrag entsteht.

Aktuelle Daten, Studien & Regulatorik

Branchenkennzahlen zu PV-Ertrag im Winter

Der Jahresertrag einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattstunden pro Kilowattpeak (kWh/kWp) angegeben. Für Süddeutschland, insbesondere den Großraum München, liegen typische Jahreswerte für gut ausgerichtete Dachanlagen zwischen rund 950 und 1.150 kWh/kWp. Der Winteranteil am Jahresertrag ist jedoch deutlich geringer als der Sommeranteil. Je nach Ausrichtung und Verschattung liefern die Monate November bis Februar häufig nur etwa 10 bis 20 Prozent des Jahresertrags.

Für eine realistische Betrachtung hilft eine Orientierung an Monatswerten. Eine ideal ausgerichtete Anlage in München erreicht im Dezember oft nur fünf bis zehn Prozent der Sommermonatsleistung, in klaren Hochdruckphasen können einzelne Tage aber überraschend hohe spezifische Erträge bringen. Hinzu kommt: Kühle Lufttemperaturen verbessern den Wirkungsgrad der Module. Photovoltaik-Module verlieren bei Hitze Leistung; im Winter arbeitet die Elektronik thermisch meist effizienter. Der begrenzende Faktor ist daher nicht die Modultechnik, sondern die verfügbare Einstrahlung, Verschattung durch flachen Sonnenstand und mögliche Schneedecken.

Für die wirtschaftliche Bewertung großer Projekte ist wichtig: Auch wenn die Wintererträge relativ gering sind, erhöhen sie den Eigenversorgungsgrad des Gebäudes zu Zeiten, in denen Strompreise und Netzlast häufig höher sind. Zudem können Wintererträge Lastspitzen abmildern, beispielsweise durch die Versorgung von Wärmepumpen, Lüftungsanlagen oder Serverräumen an sonnigen Wintertagen.

Regulatorische Rahmenbedingungen und Förderprogramme

Auf deutscher und europäischer Ebene unterstützen verschiedene Regelwerke und Programme die Nutzung von Photovoltaik – unabhängig von der Jahreszeit, aber mit indirekten Effekten auf die Planung der Winterleistung. Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) und das deutsche Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzen klare Ziele für die Reduktion des Primärenergiebedarfs von Gebäuden. PV-Anlagen können in der Bilanzierung helfen, diese Vorgaben zu erfüllen, wenn sie fachgerecht in die Gesamtsystembetrachtung integriert werden.

Für Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte bieten KfW-Programme und Bundesförderungen (zum Beispiel über die Bundesförderung für effiziente Gebäude, BEG) attraktive Konditionen, die häufig mit energetischen Mindeststandards verknüpft sind. Photovoltaik, insbesondere im Zusammenspiel mit effizienten Wärmepumpen und guter Dämmung, ist dabei ein wichtiger Baustein. Auch wenn sich die Programmdetails regelmäßig ändern, bleibt die Stoßrichtung klar: Eigenverbrauch und elektrische Effizienz sollen steigen, fossile Energieträger ersetzt werden. Für Investoren und Facility-Manager bedeutet dies, dass eine strategische PV-Planung inklusive Winter-Solaroptimierung hilft, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Förderchancen zu nutzen.

Im Bereich Gewerbe und Industrie kann zudem das Thema Netzstabilität relevant sein. Lastmanagement und Eigenverbrauchsoptimierung werden zunehmend regulatorisch und wirtschaftlich attraktiv. Selbst vergleichsweise geringe Wintererträge können hier in ein intelligentes Energiemanagement einfließen, zum Beispiel zur Versorgung definierter Grundlasten. Voraussetzung ist eine saubere technische Planung, idealerweise im Rahmen eines umfassenden Sanierungs- oder Neubaukonzepts.

Technische Grundlagen der Photovoltaik im Winter

Einfluss von Temperatur, Einstrahlung und Sonnenstand

Die Leistung einer Photovoltaikanlage hängt im Winter von drei Hauptfaktoren ab: Einstrahlungsstärke, Einstrahlungsdauer und Modultemperatur. Während die Einstrahlung im Winter deutlich geringer ist, wirkt die niedrige Temperatur positiv auf die elektrische Leistung. Moderne Module haben in der Regel einen negativen Temperaturkoeffizienten: Mit jedem Grad Temperaturanstieg sinkt die Leistung geringfügig, mit jedem Grad Abkühlung steigt sie entsprechend. In kalten, klaren Wintertagen mit Sonnenschein kann der spezifische Wirkungsgrad daher höher sein als im Hochsommer.

Der niedrige Sonnenstand führt allerdings zu flacheren Einstrahlungswinkeln. Dadurch verringert sich die nutzbare Direktstrahlung, während der Anteil der diffusen Strahlung an Bedeutung gewinnt. Verschattungen durch Nachbargebäude, Dachaufbauten oder Vegetation wirken sich im Winter oft stärker aus, weil Schatten durch den flachen Winkel großflächiger auf die Module fallen. Hier zahlt sich eine sorgfältige Verschattungsanalyse in der Planungsphase aus, um im Winterbetrieb keine unnötigen Leistungseinbußen zu riskieren.

PV-Ertrag bei Schnee und Verschmutzung

In der Region München sind Schneefälle im Winter keine Seltenheit. Eine geschlossene Schneedecke auf den Modulen reduziert den PV-Ertrag oft auf nahezu null, solange die Oberfläche bedeckt bleibt. Wie stark sich dies auf den Jahresertrag auswirkt, hängt jedoch von Neigungswinkel, Ausrichtung und Häufigkeit längerer Schneedecken ab. Steile Dächer mit 35 bis 45 Grad Neigung lassen Schnee meist schneller abrutschen, vor allem wenn die Module glatt und korrekt montiert sind.

Bei Flachdächern mit geringem Neigungswinkel bleibt Schnee dagegen länger liegen. Hier ist Winter-Solaroptimierung besonders relevant: Eine etwas steilere Aufständerung kann die Selbstreinigung durch Abrutschen von Schnee verbessern. Gleichzeitig muss die statische Belastung des Dachs betrachtet werden, denn Schnee auf Modulen und Unterkonstruktion erhöht die Last. Professionelle Tragwerksplanung ist daher bei größeren Gewerbeflächen zwingend erforderlich, um Sicherheit und Dauerhaftigkeit zu gewährleisten.

Der Einsatz von manueller Reinigung oder maschineller Schneeräumung auf PV-Modulen sollte sorgfältig abgewogen werden. Mechanische Belastungen, falsche Werkzeuge oder unsachgemäße Betretung der Dachflächen können Module und Abdichtung beschädigen. In vielen Fällen ist es wirtschaftlich sinnvoller, temporäre Schneeverluste zu akzeptieren und die Anlage konstruktiv so zu planen, dass Schnee rasch von allein abrutscht. Für hochwertige Gewerbeimmobilien oder Luxusobjekte kann es jedoch Fälle geben, in denen gezielte Schneeräumung einzelner kritischer Flächen, etwa über wichtigen Technikbereichen, sinnvoll ist – immer verbunden mit einer professionellen Sicherheits- und Statikplanung.

Praxisnahe Optimierungsansätze für Winter-Solarleistung

Planung von Ausrichtung, Neigung und Modulauswahl

Die Wahl von Ausrichtung und Neigungswinkel hat direkten Einfluss auf die Ertragssituation im Winter. In Mitteleuropa ist eine südorientierte Ausrichtung mit moderater bis steiler Neigung meist der beste Kompromiss zwischen Sommer- und Wintererträgen. Wer den Winterertrag gezielt optimieren möchte, kann eine etwas steilere Modulneigung in Betracht ziehen. Dies verbessert den Einstrahlungswinkel in den Wintermonaten und fördert gleichzeitig das Abrutschen von Schnee.

Bei komplexen Dachlandschaften oder begrenzten Flächen kann es sinnvoll sein, Teilflächen nach Ost und West auszurichten. Dies verschiebt die Ertragskurve breiter über den Tag und kann im Winter helfen, morgendliche und nachmittägliche Lasten besser abzudecken, auch wenn der absolute Ertrag pro kWp niedriger ausfällt als bei perfekter Südausrichtung. Für gewerbliche Nutzer und Betreiber von Bürogebäuden kann diese zeitliche Verteilung wertvoller sein als die Maximierung des Sommer-Peaks.

Die Modulauswahl spielt ebenfalls eine Rolle. Hochwertige Module mit guten Schwachlicht-Eigenschaften können bei diffusem Winterlicht einen etwas höheren Ertrag liefern. Zudem lohnt sich der Blick auf Produkt- und Leistungsgarantien sowie Degradation über die Nutzungsdauer. Für Investoren und Unternehmen mit langfristigem Horizont ist eine zuverlässige Ertragsprognose wichtiger als die kurzfristig höchste Spitzenleistung.

Wechselrichter- und Stringplanung für Teilverschattung

Im Winter sind Teilverschattungen durch Bäume, Nachbargebäude oder Dachaufbauten häufig ausgeprägter. Eine sorgfältige Stringplanung mit geeigneter Verschaltung kann Ertragsverluste deutlich begrenzen. Moderne Wechselrichter mit MPP-Tracking auf mehreren Eingängen oder der Einsatz von Moduloptimierern helfen, die Auswirkungen einzelner verschatteter Module auf den Gesamtstring zu reduzieren. Das ist besonders dann wichtig, wenn ein Objekt architektonisch anspruchsvoll ist und nicht alle Dachflächen ideal ausgerichtet und frei von Aufbauten sind.

Für größere Projekte empfiehlt sich eine detaillierte Simulation des Jahresertrags mit Berücksichtigung von Winterbedingungen und Verschattungsszenarien. Aus solchen Simulationen lassen sich stringgenaue Auslegungen ableiten, die den Winterbetrieb optimieren. Die Mehrkosten für eine anspruchsvolle Planung stehen meist in einem guten Verhältnis zu den langfristigen Mehrerträgen und der höheren Betriebssicherheit.

Speicher, Wärmepumpen und Lastmanagement im Winter

Da der PV-Ertrag im Winter geringer ist, stellt sich die Frage, wie erzeugter Solarstrom bestmöglich genutzt werden kann. Ein Batteriespeicher kann helfen, kurzfristige Erzeugungsspitzen zu puffern und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Allerdings sind Speicher in der Regel eher ein Instrument zur Optimierung der Eigenverbrauchsquote und weniger zur vollständigen Überbrückung langer Dunkelphasen im Winter. Daher sollte die Speichergröße realistisch zum Winterertrag und zum Lastprofil des Gebäudes passen.

Wesentlich ist die intelligente Verknüpfung von Photovoltaik mit Verbrauchern, die sich zeitlich steuern lassen. Wärmepumpen zur Heizung oder Warmwasserbereitung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Kälteanlagen oder Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge können so geregelt werden, dass sie vorrangig laufen, wenn PV-Strom verfügbar ist. In der Praxis bedeutet dies: An sonnigen Wintertagen wird die thermische Masse des Gebäudes genutzt, um etwas vorzuwärmen oder Kälte zu speichern, anstatt Strom teuer aus dem Netz zu beziehen.

Ein professionelles Lastmanagement ist vor allem bei größeren Liegenschaften, gemischt genutzten Objekten oder Unternehmensstandorten sinnvoll. Dort kann ein Energiemanagementsystem Lasten priorisieren, Schaltzeiten anpassen und Tarife berücksichtigen. Winter-Solaroptimierung wird auf diese Weise zu einem Baustein der Gesamtstrategie, nicht zu einer isolierten Technikentscheidung.

Branchenspezifische Nutzenbeispiele

Bürogebäude und Unternehmenszentralen

In Bürogebäuden konzentriert sich der Strombedarf meist auf die Tagesstunden, in denen auch im Winter Solarertrag vorhanden ist. Beleuchtung, IT-Infrastruktur, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und teilweise elektrische Heizung oder Klimatisierung erzeugen eine stabile Grundlast. Eine Photovoltaikanlage kann selbst bei geringem Winterertrag einen relevanten Anteil dieser Grundlast decken. Gerade in modernen, gut gedämmten Gebäuden liegt der Schwerpunkt des Energiebedarfs zunehmend im Strombereich, nicht nur in der klassischen Heizwärme.

Für Unternehmenszentralen im Raum München kommt hinzu, dass ESG-Kriterien, Nachhaltigkeitsberichte und Corporate Identity immer stärker an der Sichtbarkeit konkreter Maßnahmen gemessen werden. Eine integrierte PV-Lösung, die auch im Winter zur Reduktion des Netzbezugs beiträgt, kann in Nachhaltigkeitsberichten und Green-Building-Zertifizierungen positiv wirken. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von Strompreisschwankungen. In Verbindung mit intelligenter Gebäudeautomation lässt sich so ein stabiler, planbarer Energiepfad aufbauen.

Luxuswohnungen und Private Estates

Im gehobenen Wohnsegment stehen Komfort, Design und Sicherheit im Vordergrund. Gleichzeitig erwarten viele Eigentümer heute, dass ihre Immobilie energetisch zukunftsfähig ist. Eine hochwertige Photovoltaikanlage, idealerweise kombiniert mit Wärmepumpe, Speicher und Ladeinfrastruktur, kann auch im Winter einen Teil des erhöhten Energiebedarfs decken – etwa für Wellnessbereiche, Außenbeleuchtung, Sicherheitstechnik oder Smart-Home-Funktionen.

Für Private Estates mit weitläufigen Dach- und Freiflächen eröffnen sich zusätzliche Optionen. Carport-Überdachungen, Nebengebäude oder Hanglagen können für PV genutzt werden, um die Ertragskurve breiter über das Jahr zu verteilen. Auch wenn der Winterertrag hier relativ zum Sommer niedrig bleibt, erhöht jede Kilowattstunde Eigenstrom die Unabhängigkeit und senkt die laufenden Kosten. Integrierte Planungsansätze stellen sicher, dass PV-Module architektonisch stimmig eingebunden werden und Technikräume, Leitungswege und Sicherheitssysteme von Anfang an durchdacht sind.

Gewerbe- und Einzelhandelsflächen

Im Einzelhandel, in Gewerbehallen oder Logistikimmobilien ist der Energiebedarf im Winter häufig hoch: Beleuchtung, Lüftung, gegebenenfalls elektrische Luftschleier und Kühlmöbel verursachen eine deutliche Grundlast. Photovoltaik kann diese Grundlast tagsüber abfedern. Selbst an bewölkten Wintertagen erzeugen gut geplante Anlagen bei diffusem Licht spürbare Mengen an Strom. Für Betreiber mit mehreren Standorten zählt dabei oft die Summe: ein leichter Rückgang der Stromkosten an vielen Tagen des Jahres kann in der Gesamtbilanz relevant sein.

Für große Dachflächen im Gewerbe ist Winter-Solaroptimierung auch aus technischen Gründen wichtig. Dächer müssen die kombinierte Last aus PV-Anlage und Schnee sicher tragen können. Tragwerksplanung, Dachsanierung und PV-Installation greifen ineinander. In vielen Fällen ist es sinnvoll, Dachabdichtung und Unterkonstruktion im Rahmen einer umfassenden Sanierungsmaßnahme zu erneuern und für die nächsten Jahrzehnte auszulegen. So wird die PV-Anlage zu einem integralen Bestandteil der Gebäudehülle, nicht zu einem aufgesetzten Fremdkörper.

Wirtschaftlichkeit und Entscheidungsgrundlagen für Winter-PV

Ob sich Photovoltaik auch bei wenig Sonne lohnt, hängt für professionelle Entscheidungsträger weniger von einzelnen Wintertagen ab, sondern vom Gesamtbild. Maßgeblich sind der Jahresertrag, der Eigenverbrauchsanteil, die Integration in die Gebäudetechnik, die betrachtete Nutzungsdauer und die Entwicklung der Strompreise. Winter-Solaroptimierung bedeutet in diesem Kontext, die Anlage so zu planen, dass sie in den dunklen Monaten einen sinnvollen Beitrag zur Kosten- und CO₂-Reduktion leistet und gleichzeitig im Sommer hohe Erträge zuverlässig nutzt.

Wichtige Kennwerte sind unter anderem die spezifischen Erträge (kWh/kWp), der Autarkiegrad des Gebäudes, also der Anteil des Strombedarfs, der durch eigene PV gedeckt wird, und die Eigenverbrauchsquote, also wie viel des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort genutzt wird. Maßnahmen wie Speicher, Lastmanagement oder die Kopplung mit Wärmepumpen erhöhen in der Regel den Eigenverbrauch, müssen aber immer im Zusammenspiel mit der winterlichen Ertragssituation betrachtet werden. Eine überdimensionierte Speicherlösung kann wirtschaftlich weniger sinnvoll sein, wenn im Winter kaum genug PV-Ertrag vorhanden ist, um sie regelmäßig zu laden.

Für größere Sanierungs- und Modernisierungsprojekte empfiehlt sich daher eine integrierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Diese berücksichtigt Investitionskosten, mögliche Förderungen, Strompreisprognosen, CO₂-Kosten sowie Wartung und Instandhaltung. Vor allem bei Bestandsgebäuden in München und Umgebung lohnt es sich, Dachsanierung, PV-Installation, Heizungstausch und elektrische Infrastruktur gemeinsam zu planen. So können Gerüst- und Planungskosten gebündelt und Synergien genutzt werden, während die Winterleistung von Anfang an mitgedacht wird.

Fazit

Photovoltaik lohnt sich auch im Winter – vorausgesetzt, sie wird technisch und strategisch durchdacht geplant. Zwar ist der PV-Ertrag im Winter deutlich niedriger als im Sommer, doch selbst bei wenig Sonne leisten gut ausgelegte Anlagen einen wertvollen Beitrag zur Deckung der Grundlast, zur Reduktion von Stromkosten und zur Erfüllung von ESG- und Klimazielen. In der Region München spielen dabei Schneelasten, Verschattung, Dachstatik und die intelligente Einbindung in Heizungs- und Gebäudetechnik eine zentrale Rolle.

Für Unternehmen, Immobilieninvestoren und anspruchsvolle private Eigentümer ist Winter-Solaroptimierung kein Selbstzweck, sondern Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie. Entscheidend ist ein integrierter Ansatz: Ausrichtung und Neigung der Module, Auswahl der Komponenten, Tragwerks- und Dachplanung, Kopplung mit Wärmepumpen, Speichern und Lastmanagement sowie die Nutzung von Förderprogrammen sollten gemeinsam betrachtet werden. So entsteht eine Lösung, die sowohl im Sommer hohe Erträge liefert als auch im Winter verlässlich unterstützt und langfristig planbare Vorteile schafft.

BETSA unterstützt Sie dabei, Photovoltaik und energetische Sanierung zu einem stimmigen Gesamtkonzept zu verbinden – von der Bestandsanalyse über die technische Planung bis zur schlüsselfertigen Umsetzung im Großraum München. Falls Sie eine ausführlichere Beratung oder ein konkretes Angebot wünschen, senden Sie uns eine Anfrage:
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